PREISGESTALTUNG

January 6, 2015

Bis heute habe ich viele Haustiere fotografiert und mit vielen Kunden Kontakt gehabt. 
Ab und zu gibt es Anmerkungen zu meiner Preisgestaltung der Shootings. Diese seien zu 'teuer', oder man könnte das gleiche auch mit der eigenen Kamera fotografieren.

Zudem sei die Haustierfotografie ja bei weitem nicht so aufwendig, wie die Menschenfotografie.

Immer wieder kommt es vor, dass man sich hier rechtfertigen muss.


Aus diesem Grund möchte ich euch zeigen, aus welchen zahlreichen Faktoren so eine Preisgestaltung zusammengesetzt ist und welche Arbeit hinter einem einzigen Kundenauftrag steckt.

 

Nehmen wir einfach mal an, Kunde A möchte ein Studiopaket und ein Portrait seines Hundes bei mir buchen. In diesem Fall berechne ich 90 Euro für das Studiopaket und 25 Euro für die Kombination des zusätzlichen Portraits. Also eine Summe von 115 Euro.

Das bedeutet 115 Euro für 6 Bilder! 

 

Nun gab es eben Kritiken im Laufe der Zeit, die so eine Preisgestaltung als zu hoch einstuften.

 

Doch der Aufwand für mich, um diese Bilder herzustellen, sieht wie folgt aus:

 

 

Das Vorgespräch mit dem Kunden

 

Bevor ein Haustier in mein Studio kommt, halte ich ein Gespräch per Telefon oder Email mit dem Kunden. Welches Shooting wird gewünscht, welcher Umfang, gibt es besondere Wünsche wie Accessoires?
Anschließend wird das passende Paket ermittelt und über Preis, Leitung und Umfang gesprochen.
Zuletzt einigt man sich auf einen Termin.
Dieses Gespräch hat einen zeitlichen Umfang von etwa 20min.


Das Shooting mit dem Tier 

 

An dem besprochenen Termin kommt dann der Kunde samt dem Tier in mein Studio.
Zuerst muss sich das Tier etwas entspannen und an die neue Situation gewöhnen. Hunde laufen erst einmal einige Minuten freudig aufgeregt umher und schauen sich alles an.

Der farbige Papieruntergrund ist oft etwas gruselig und muss beschnüffelt und betreten werden.

Dann geht das Shooting auch direkt los und dauert je nach Hund und Shootingwunsch 30-90 Minuten.
Manch ein Hund, hat bereits nach einer halben Stunde keine Lust mehr und das sieht man auch in den Fotos. Andere Hunde könnten stundenlang für einen Happen Wurst all ihre Tricks ausfahren.

Im Durchschnitt dauert das Shooting also 60 Minuten. Dazu noch ein wenig Smaltalk mit dem Kunden und die Eingewöhnung des Hundes.
So wären wir bei einer Rechnung von ca. 90 Minuten pro Shooting.

 

 

Das Sichten der Fotos

 

In den nächsten ein bis zwei Tagen sichte ich alle Fotos und lade sie unbearbeitet in eine Onlinegalerie. Der Kunde bekommt den Web-Link und sucht sich seine Wunschbilder aus.

Das Sichten und Hochladen dauert je nach Umfang des Shooting ca. 20min.

 

 

Die Bearbeitung

 

Sobald ich die Auswahl des Kunden habe, beginnt der Teil der Nachbearbeitung.

Bei Studioaufnahmen entferne ich ungewünschte Bildelemente, wie Fusel, Haarrötungen o.ä. 
Bearbeite die Bilder im Ganzen in Kontrast, Schärfe und Komposition nach.

Die 5 Bilder aus dem Studiopaket brauchen, je nach Aufwendigkeitsgrad des Hundes ca. 60min.

Das dazu gebuchte Portrait hat eine aufwendigere Bearbeitung.

Das Freistellen des Hundes vom Hintergrund. Je nach Fell dauert das 20-60min. Ersetzen des Hintergrundes und die endgültige Retusche des Hundeportraits dauert weitere 30-40min.

Da ich dem Kunden immer eine gewisse Qualität bieten möchte, ist das eben der Aufwand für die Bearbeitung.

Das bedeutet, das ein Paket, bestehend aus 5 Studiobildern und einem Portrait eine Nachbearbeitungszeit von min. 120min haben.

 

 

Entwicklung und Versand

 

Da jeder Kunde bei mir entwickelte Abzüge in einer Mappe, weboptimierte digitale Bilder und eine CD bekommt, werden diese erst entwickelt, vorbereitet, gebrannt und verpackt.

Dieser Vorgang dauert etwa 15min.

 


Die Zeitrechnung

 

Alles in einem setzt sich ein Shooting also wie folt zusammen:

 

Vorgespräch: 20min

Reine Shootingzeit: 90min
Sichten und Upload: 20min

Bildbearbeitung: 120min

Entwicklung und Versand: 15min

 

Ein Shooting hat also einen Zeitaufwand von fast 4,5 Stunden!

 

Da sich aber ein Foto nicht nur mit Zeit macht, braucht man dafür noch die passende Ausrüstung, die ebenfalls einen Verschleiß hat:

 

 

Die Ausrüstung

 

Nikon D810 

Nikon 24-70mm f2.8

Nikon 85mm f1.4

Nikon 70-200mm f2.8 VRII

Hintergrundpapier in mind. 3 Farben

3 Elinchrom Studioblitze 

2 Striplight Softboxen

1 Octa-Softbox

2 rechteckige Softboxen

 

Manch einer kauft sich wohl lieber einen Kleinwagen. Ich versuche dies in die Qualität meiner Ausrüstung und damit auch der Bilder zu investieren.

 

 

Fazit:

Ihr seht also, es ist nicht nur das 'Knipsen', welches meine Bilder zu dem machen, wie ich sie an den Kunden übergebe.

Ich möchte eine bleibende schöne Erinnerung für euch schaffen und stecke neben Zeit, Ausrüstung auch viel Herzblut in jedes Foto.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Preisgestaltung meiner Pakete geben :)

 

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Olga Zeeb Fotodesign

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